3D-Modell ansehen und in AR aufs Grundstück projizieren
Hast du eine IFC-Datei (BIM-Modell) hochgeladen, wandelt Baubegleiter sie in ein 3D-Modell mit der echten Bauteil-Geometrie deines Gebäudes um (keine Platzhalter-Boxen), das du direkt im Browser drehen, schneiden und ausmessen kannst – ohne Spezialsoftware.
Das Modell öffnen
- Öffne den Bereich Pläne oder Dateien in deinem Projekt.
- Wähle die konvertierte Modell-Datei. Solange die Umwandlung läuft, erscheint
ein Hinweis; danach öffnet sich der Viewer.
- Mit Maus oder Finger drehst, zoomst und verschiebst du das Modell.
- Bauteile auswählen: Klicke auf ein Bauteil, um es hervorzuheben und
seine Eigenschaften (IFC-Attribute wie Material, Bauteiltyp, Geschoss) im Property-Panel einzusehen.
- Elementbaum: Über die Werkzeugleiste blendest du den Elementbaum
(Liste der IFC-Kategorien) ein oder aus und schaltest darüber ganze Bauteilgruppen sichtbar/unsichtbar.
- Schnittebene und Messen: Lege eine horizontale Schnittebene an oder
miss Länge, Fläche und Winkel durch Anklicken von Punkten auf dem Modell.
- Auf älteren oder mobilen Geräten (unter 4 GB verfügbarem
Arbeitsspeicher) zeigt der Viewer automatisch eine vereinfachte, leichtgewichtige Geometrie (Box-LOD) statt der vollen Bauteil-Geometrie – Navigation, Schnitt- und Messwerkzeuge funktionieren unverändert.
In AR vor Ort ansehen
Auf dem Smartphone oder Tablet kannst du das geplante Haus über die Kamera an seinen künftigen Standort stellen:
- Tippe im Viewer auf „In AR ansehen".
- Android startet die System-AR (Scene Viewer), iPhone und iPad öffnen
die AR-Schnellansicht (Quick Look).
- Richte das Modell an einer sichtbaren Referenz (z. B. Grundstücksecke) aus.
Visualisierung, keine Vermessung. Die AR-Ansicht dient der
Veranschaulichung. Die Standortbestimmung ist nur grob (typisch 3–10 m
Genauigkeit) – verlasse dich für Maße, Grenzen oder die Bauausführung nicht
auf die AR-Platzierung, sondern auf die geprüften Pläne und die amtliche
Vermessung.
Sonnenstand und Verschattung ansehen
Über den Button „Sonne an" in der Werkzeugleiste blendest du die Sonnen-/Verschattungssimulation ein – anschaulich beantwortet sie „Wann scheint die Sonne ins Schlafzimmer?" oder „Bekomme ich Nachmittagssonne auf der Terrasse?", direkt im 3D-Modell.
- Datum und Uhrzeit: Der Jahres-Slider wählt das Datum und rastet
automatisch auf die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen ein; der Tageszeit-Slider wählt die Uhrzeit. Sonnenstand, Himmel und Schattenwurf im Modell passen sich live an; steht die Sonne unter dem Horizont, zeigt der Viewer Nacht-Beleuchtung.
- Standort: Breiten- und Längengrad bestimmen den Sonnenstand für dein
Grundstück – trage die Koordinaten deines Baugrundstücks ein, für einen realistischen Verlauf.
- Norden-Kalibrierung: Die Lichtrichtung nutzt automatisch die für das
Modell hinterlegte Nordausrichtung (siehe Modell-Einstellungen) – ist sie nicht kalibriert, kann die Ausrichtung von Sonne und Schatten von der Realität abweichen.
- Nachbargebäude (Verschattung): Über „Nachbargebäude hinzufügen"
platzierst du einfache Baukörper (Quader) an Nachbargrundstücken – sie werfen im Modell einen realistischen Schatten und zeigen, wie stark Nachbarbebauung dein Haus verschattet. Über „Entfernen" nimmst du ein Volumen wieder heraus.
- Tageslicht-Report: Erkennt das Modell Räume mit Fenstern, wählst du im
Bereich „Tageslicht-Report" einen Raum aus und siehst je Fenster eine 24-Stunden-Zeitleiste, wann es direkt besonnt ist – passt sich live an Datum/Uhrzeit an. Ist die Fensterausrichtung unbekannt, steht dort „Ausrichtung unbekannt" statt einer Schätzung.
Qualitative Näherung, keine exakte Verschattungsberechnung. Sonnenstand
und Schattenwurf dienen der Veranschaulichung ("so ungefähr scheint die
Sonne"), nicht einer bauphysikalischen Verschattungsanalyse oder einem
Nachweis – für verbindliche Aussagen (Bebauungsplan-Abstandsflächen,
Verschattungsgutachten) ziehe eine Fachplanung hinzu.
Kollisionsprüfung im 3D-Modell
Über die Werkzeugleiste startest du die Kollisionsprüfung – sie durchsucht das Modell nach Bauteilen, die sich überschneiden oder zu nah beieinander liegen, und listet die Treffer in einer Trefferliste auf.
- Hard-Clash vs. Clearance-Clash: Ein Hard-Clash bedeutet, dass sich
zwei Bauteile tatsächlich durchdringen (echte Kollision). Ein Clearance-Clash bedeutet, dass der Mindestabstand zwischen zwei Bauteilen unterschritten ist, ohne dass sie sich berühren. Beide Arten sind in der Trefferliste per Badge unterscheidbar.
- Sprung ins Modell: Klickst du einen Treffer in der Liste an, springt der
Viewer zum betroffenen Bauteil und hebt es hervor.
- Als Aufgabe melden: Über den Button an einem Treffer erstellst du direkt
eine Aufgabe für das Projekt – die betroffenen Bauteile stehen in der Aufgabenbeschreibung.
- Die Kollisionsprüfung funktioniert sowohl mit der echten Bauteil-Geometrie
als auch mit der vereinfachten Box-LOD-Geometrie auf älteren/mobilen Geräten.
Für Einfamilienhaus-Projekte, kein BIM-Koordinationstool. Die
Kollisionsprüfung unterstützt bei der groben Durchsicht deines Modells –
sie ersetzt keine professionelle BIM-Koordinationssoftware für große
Projekte.
Virtuell durchs Haus gehen (VR, Meta Quest 3)
Mit einer Meta Quest 3 (oder einem anderen WebXR-fähigen Headset) betrittst du das 3D-Modell in echter Größe und gehst virtuell hindurch:
- Öffne den Viewer im Quest-Browser und tippe auf „VR betreten" – die
Session startet direkt als Website, eine Installation ist nicht nötig.
- Fortbewegung: Ziel per Trigger anvisieren und halten, um den
Teleport-Marker zu setzen; loslassen springt dorthin (Teleport-Locomotion, die Standard-Einstellung für Einsteiger:innen).
- Drehen: Der Thumbstick dreht dich in festen Schritten (Snap-Turn) statt
stufenlos – das hilft gegen Unwohlsein.
- Bewegungs-Vignette: Bei Bewegung blendet sich am Rand des Sichtfelds
eine leichte Abdunkelung ein, die sich mit der Geschwindigkeit verstärkt – ein bewährtes Komfort-Mittel gegen VR-Übelkeit für Laien.
- Controller und Hand-Tracking werden erkannt.
VR-Modus nicht verfügbar? Auf iPhone/iPad gibt es keinen VR-Modus
(iOS unterstützt kein WebXR) – nutze dort die normale 3D-/AR-Ansicht. Zeigt
dein Gerät „VR-Modus auf diesem Gerät nicht verfügbar (kein WebXR)“, fehlt
die WebXR-API; „keine VR-Unterstützung erkannt“ bedeutet meist, dass kein
Headset verbunden ist.
Gut zu wissen
- Der AR-Einstieg auf dem iPhone/iPad erscheint nur, wenn für das Modell die
passende AR-Datei erzeugt wurde; sonst nutze ein Android-Gerät oder die normale 3D-Ansicht am Rechner.
- Am Desktop steht die AR-Projektion nicht zur Verfügung – dort nutzt du die
volle 3D-Ansicht mit Mess- und Schnittwerkzeugen.
- Die Sonnen-/Verschattungssimulation und der Tageslicht-Report stehen am
Desktop wie auf mobilen Geräten zur Verfügung; auf mobilen Geräten ist die Schattenauflösung aus Performance-Gründen reduziert.
- Die Kollisionsprüfung steht am Desktop wie auf mobilen Geräten zur
Verfügung.
- Der VR-Modus steht nur auf WebXR-fähigen Geräten mit angeschlossenem
Headset zur Verfügung (z. B. Meta Quest 3 im Quest-Browser); am gewöhnlichen Desktop oder Smartphone ohne Headset bleibt „VR betreten“ ausgeblendet.
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